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Das vorarlbergische Brandnertal ist für Mountain-Biker ein Begriff – auch solchen, die die Muskeln schonen wollen.

Bild © T. Veser

Wer für erhabene Aussichten im Hochgebirge schwärmt, muss die nötigen Höhenmeter nicht unbedingt vollständig mit eigener Muskelkraft überwinden.

Bild © T. VeserFünf Täler auf einen Schlag

Eine mögliche E-Bike-Tour beginnt an der Station der Dorfbahn in Brand. Vom Talgrund der knapp 700 Einwohner zählenden Gemeinde (1036 m), weniger als zwei Autostunden vom Grossraum Zürich entfernt, führt der Eggaweg zunächst zur Bergstation der Bahn. Von dort geht es weiter Richtung Burtschasattel (1680 m). Dies ist nicht nur der höchste Punkt auf der Route, die zum Tschengla-Hochplateau (1250 m) führt, sondern er bietet auch schöne Ausblicke auf die markanten Erhebungen des Roggelskopfs und des Zimba – ausserdem gibt er den Blick frei auf fünf Täler, die im Hochmittelalter von den Walsern besiedelt waren: Brandner Tal, Klostertal, Walgau, Grosses Walsertal und Montafon. Der Weg passiert das Panoramarestaurant Frööd, wo Frühaufsteher sonntags beim Frühstück den Sonnenaufgang geniessen können, und führt dann weiter zur Alpe Rona und schliesslich über die alte Tschengla-Strasse hinunter nach Bürserberg und Brand.

Mit dem E-Bike lassen sich die rund 650 Höhenmeter ohne grössere Mühe bewältigen. Regelmässig sind auf der zum Teil kräftig ansteigenden Route ambitionierte Mountainbiker unterwegs, die auf das Hilfsmittel des Elektroantriebs verzichten. Das von schroffen Felswänden gesäumte enge Brandner Hochtal hat in Mountainbiker-Kreisen einen guten Ruf: Es besitzt gut ein Zehntel des 1000 Kilometer umfassenden Vorarlberger Routennetzes. Neuerdings ist der «Bike-Park» Ausgangspunkt für unterschiedlich schwierige Downhill-Strecken.

In den letzten Jahren hat Brand beherzt in den Tourismus investiert. Rund 2000 Gästebetten bietet das Tal, von einfachen Unterkünften bis zu Viersternehotels mit Wellnessbereich. In erster Linie sollen damit Familien angesprochen werden. Hinzu kommt ein gastronomisches Angebot, das seinesgleichen sucht.

Bild © T. VeserFamilien im Fokus

Nicht nur die Bergbahnen hat man erneuert, es wurden auch etliche neue Angebote ins Leben gerufen wie Themenwege, Golfplatz, Kletterpark oder ein Tiererlebnispfad. Sommer- und Wintertourismus sind für die Einheimischen, in deren Dialekt noch etliche Walserbegriffe weiterleben, mittlerweile die wichtigste Einnahmequelle. Die einst so wichtige Landwirtschaft wird heute meist im Nebenerwerb betrieben.

Durch die Sömmerung von Rindern, Schafen und Alpschweinen, deren Fleisch im Herbst in mehreren Metzgereien angeboten wird, ist für freigehaltene Naturflächen gesorgt.

Bild © T. VeserWenig Verkehr

Einer der Trümpfe des abgeschlossenen Tals ist der geringe Verkehr auf der Hauptstrasse. Diese führt vorbei am «Walser-Ensemble», das bei den Brandnern einen grossen Stellenwert hat. Schule und Pfarrhaus aus Holz sowie eine modern wirkende Kirche säumen den Platz, auf dem man sich an Feiertagen und bei Festen einfindet. – Wer auf den Geschmack des E-Bikens gekommen ist, wird die Strasse unter die Räder nehmen, die sich von Brand aus in weiten Schleifen zur Talstation der Lünersee-Luftseilbahn emporwindet (1568 m). Von dort geht ein Pfad zum Lünersee (1970 m) – einem der grössten Vorarlberger Seen.

Dank dem kräfteschonenden Fortbewegungsmittel kann man die optischen Hochgenüsse voll auskosten. Immer wieder heisst es, einen Stopp einzulegen, um das fürs Brandnertal typische Landschaftsmosaik zu betrachten: farbenprächtige Goldhafer- und artenreiche Rotschwingel-Straussgras-Wiesen. Diese verhelfen dem Tal bei den jährlichen Vorarlberger Wiesenmeisterschaften regelmässig zu ersten Plätzen.

Alle Bilder © T. Veser

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Das vorarlbergische Brandnertal ist für Mountain-Biker ein Begriff – auch solchen, die die Muskeln schonen wollen.

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