Raubtiere

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Bartgeier seien Raubtiere. Zumindest glaubten das die Leute vor rund 100 Jahren. Die Angst, er könnte kleine Kinder und Lämmer reissen, kostete dem eigentlich nur das Innere von Knochen fressenden Geier die Existenz. Dank eines Wiederansiedlungsprogramms gehört der Bartgeier heute wieder zum Alpenraum wie Adler und Luchse.

Für Bartgeier gibt es seit einigen Jahren Hoffnung. Jedes Jahr werden zwischen drei und zwölf Jungtiere aus der Zucht ausgewildert, um die Population der Bartgeier stetig zu steigen. Seit 1986 wurden 189 Bartgeier ausgewildert. ‚ÄûDie Auswilderung klappt erstaunlich gut, die jungen Vögel können sich schnell der Wildnis anpassen‚Äù, sagte Martin Zimmermann, Geschäftsführer des WWF St. Gallen und beider Appenzell. Der WWF unterstützt deshalb aktiv die Wiederansiedlung und organisierte im Frühling 2013 eine weitere Freilassung im südlichen St. Gallen. Der √úberlebensinstinkt der Geier ist angeboren, da sie das nicht von den Eltern lernen können. 86 Prozent der bisher ausgewilderten Bartgeier haben überlebt. Die Zeit des Erwachsenwerdens ist meist eine grosse Herausforderung für sie. Bartgeier sind erst mit acht Jahren geschlechtsreif. Das heisst, sie müssen acht lange Winter überleben, was nicht immer einfach ist. Wenn sie dann endlich geschlechtsreif ¬†sind, muss erstmals ein Partner gefunden werden. Die Partnersuche bereitet den Vögeln oft Schwierigkeiten, da wenige dieser Vögel im Alpenraum existieren.

Kein Wunder: Die majestätischen Vögel wurden gejagt und vergiftet. Man glaubte die Geier seien Nahrungsmittelkonkurrenten. ¬†Ausserdem verloren sie ihre Nahrungsgrundlage, das gefallene Wild, da die Wildbestände bis Ende des 19. Jahrhunderts und der Einführung von Jagdgesetzen ebenfalls stark dezimiert wurden. ¬†‚ÄûDas ist aus heutiger Sicht natürlich Unsinn, weil Bartgeier Aasfresser sind.‚Äú meint David Jenny, Regionalkoordinator der Schweizerischen Vogelwarte Sempach. Der Bartgeier wurde aber nicht nur in der Schweiz ausgerottet, auch in Frankreich und Italien. Der ganze Alpenraum wurde ‚Äûgesäubert‚Äú

Deswegen besteht nach einigen Jahren der Wiederansiedlung keine Gefahr einer √úberpopulation. Doch gegenüber früher ist das Nahrungsangebot für die Bartgeier heute gross, vor allem nach schneereichen Wintern.

‚ÄûVor dem Stopp des Auswilderungsprogramms stehen wir noch lange nicht ‚Äú, erklärt Zimmermann. ‚ÄûDie Bartgeier stehen genetisch auf einer schmalen Basis.‚Äú Das Auswilderungsprogramm wird erst gestoppt, wenn sich die Art der Bartgeier mit Wildgeburten selbst erhalten können. Und das wird noch einige Jahre dauern.

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