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Ist Oberstaufen als Ski- und Wellnessort wirklich eher für die Kinder und älteren Semester geeignet?

 

Unsere junge Mitarbeiterin Michelle Sommerhalder geht der Frage zusammen mit dem gleichaltrigen Jan Dahinden nach.

Sie schauen voraus auf Dirndl und gutes Essen, auf schneereiche Pisten und viel Entspannung. Ob sich ihre Erwartungshaltung bestätigt?

Drei betagte Damen marschieren durch den Schnee, nur mit weissen Bademänteln bekleidet. Ihre Rücken sind schon leicht gebeugt und ihre nackten Füsse stecken in weichen Stoffpantoffeln. Das ist das erste, was Jan und ich bei der Ankunft im Mondi-Holiday Hotel in Oberstaufen sehen. Mit einem Grinsen fragen wir uns, wie weit wir hier den Alterschnitt senken. Grosse Augen mache ich, als wir das Zimmer Nummer 20 betreten, welches sich als Apartment für vier Personen mit zwei Badzimmern, Küche, grosser Stube und Balkon herausstellt. Entzückt laufe ich darin umher und sage zu Jan, dass ich alles auf Bildern festhalten will.
Allgäuer Ambiente
Kaum angekommen, geht es auch gleich weiter auf die Piste: Bei Steibis führt ein Gondellift den Berg hinauf und die Aufregung steigt in mir hoch. Anfangs bin ich froh über die hauptsächlich blauen Abfahrten, da sich meine weichen Knie wieder an die Bewegungsabläufe erinnern müssen, die ich ein paar Jahre lang vermisst habe. Doch bald fühle ich mich locker und will die roten und schwarzen Pisten hinabsausen. Davon sind in diesem Gebiet nicht viele zu haben. So haben wir kurze Zeit später die spannenderen Strecken durch und befinden uns auf dem Rückweg zum Hotel.
Auf dem Doppelbett liegen die weichen Bademäntel und Hausschuhe bereit, die wir bereits an den erwähnten Gästen bestaunen durften. Darin eingehüllt, machen wir uns auf, um den Wellnessbereich des Hotels zu testen. Als ich ins wärmere Becken steige, um meinen Rücken am Wassersprudel zu erfreuen, planscht Jan bereits darin. Er erzählt mir vom Bademeister, der seine Freude an den "Nicht-Reinspringen"- Schildern mit den Hotelbewohnern teilt, indem er immer wieder in deren Richtung gestikuliert und die Warnung ausruft.
Später essen wir im Italienischen Restaurant, das zum Hotel gehört. Das warme Ambiente - welches Allgäu-Gefühle weckt - lullt mich ein. Jan sind die Puppen, die als Dekoration dienen, suspekt. Wir bestellen je eine Pizza. An die kleinen Schweizer Portionen gewohnt, traue ich mir noch einen Salat als Vorspeise zu. Als die weit über den Tellerrand reichenden, mit Köstlichkeiten beladenen Pizzas kommen, schwindet meine Zuversicht, einen Anstandsresten vermeiden zu können. Sie schmecken wunderbar mit ihren frischen Zutaten, und schweren Herzens müssen wir am Ende die √úberbleibsel zurückgehen lassen. Der Kellner, der ununterbrochen "Grazie, Ragazzi" säuselt, meint nun auf Deutsch: "Ihr habt gekämpft!" Ja, das haben wir, doch leider müssen wir uns geschlagen geben.
Filmreifes Bergpanorama
Am nächsten Morgen verspricht der Blick aus dem Dachfenster über dem Bett keine Erlösung vom dichten Nebelvorhang. Noch einmal wagen wir den Versuch auf den Steibiser Pisten, die von Skischulklassen mit kleinen Kindern regelrecht überschwemmt sind. Bald treiben uns die schlechte Sicht und die frohe Erwartung auf Wellness zurück nach Oberstaufen: ins "Aquaria". Wir testen jedes verfügbare Becken ‚Äì und davon gibt es einige ‚Äì wie auch die Rutsche und das Solebad. Darin treffen wir auf Gleichaltrige. Ein junges Pärchen macht sich im wohlig warmen Wasser neben uns breit. Die junge Dame staunt: "Schatz, das Wasser ist ja salzig!" Es gibt eben nicht überall Solebäder.
Da wir uns in einem Aussenbecken befinden, kann ich das Bergpanorama geniessen. Ich fühle mich wie in einem Film.
Im ersten Stock betreten Jan und ich eine Sauna-Landschaft voller Freinatur; im gesamten Bereich herrscht striktes FKK. Der Altersdurchschnitt ist hier spürbar gestiegen, doch davon lassen wir uns nicht beirren. Frischfröhlich gehen wir ans Testen. Die Bio-Sauna entspannt wunderbar. Sie ist mit ihren 60 Grad nicht allzu heiss und somit wohltuend für Sauna Anfänger. Wir entwickeln beide eine erstaunliche Geschwindigkeit, als es darum geht, wieder aus dem kalten Tauchbecken hinauszukommen, das zur Abkühlung neben der Sauna steht. Abends statten wir dem Restaurant Dorfhaus in Thalkirchhof einen Besuch ab. Das Dorfhaus vereint Restaurant, Sennerei und eine eigene Käseschule mit Laden. Die rustikalen Stuben erwecken die Erwartung auf köstliches Essen ‚Äì und diese wird auch erfüllt. Die Hausgemachten Käseknödel mit Tomatengulasch zergehen mir auf der Zunge. Zum Glück reicht dieses Mal der Platz für einen Nachtisch - denn bei der Dessertkarte läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Also bestelle ich bei der freundlichen Bedienung im Dirndl ein Stück Käsekuchen mit Schlagsahne. Pappsatt und glücklich gehen wir schlafen, um fit für den nächsten Tag zu sein.
Skitourer auf dem Hochgrat
An unserem letzten Tag fahren wir zur Bergstation der Hochgratbahn‚Äì den Geheimtipp zum krönenden Abschluss. Der Hochgrat ist mit seinen 1833 m der höchste Berg im westlichen Allgäu und der markanteste Gipfel in der Nagelfluhkette. Die Bahn entlockt Jan einen erstaunten Ausruf: "Ich habe noch nie so eine alte Gondelbahn gesehen!" In der Gondel verbringen wir eine Weile, doch die lange Auffahrt verspricht eine ebensolche Abfahrt. Die Sonne kriecht nun hinter dem Berg hervor und gönnt uns eine wunderschöne Aussicht. Die Abfahrten lösen ein Hochgefühl in mir aus. Viele rüstige Tourenski-Fahrer kommen uns den Abhang hinauf entgegen. Die Pisten eignen sich wunderbar für Skitouren, und auch abwärts komme ich voll auf meine Kosten. Wir brausen die Hänge hinunter bis wir erschöpft sind. Darum sind wir auch froh, dass die Heimfahrt in die Ostschweiz kaum mehr als eine Stunde dauert.
Mein Fazit: In Oberstaufen trifft man viele betagte Leute und massig kleine Kinder, wohlfühlen kann man sich bei diesem Angebot jedoch in jedem Alter: Solange man mehr auf Entspannung aus ist, statt auf wilde Partys.

 

Infos unter:
Oberstaufen Tourismus GmbH
Hugo-von-Königsegg-Strasse
887534 Oberstaufen
Deutschland

Tel. +49 8386 93000

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www.oberstaufen.de

 

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