Alpwirtschaft

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Die Alp Diesruth stand über Jahrhunderte zur Disposition zwischen Tessinern und Bündnern, die gleichermassen die raren Alprechte beanspruchten. Heute fährt sie durch ruhigere Gewässer.

Der Name Diesruth ist aus dem Lateinischen hergeleitet eine Verbindung der Wörter dorsum (Rücken) und rumpere (zerbrechen). Romanisch: dies (Rücken) und rumper (zerreissen, zerbrechen). Die Beschreibung trifft auf den Übergang in die Greina zu, die wie ein eingeschnittener Grat wirkt. Diesrut gehörte wie die Greina aus Vriner Sicht den Tessinern. Dennoch besassen die Lugnezer das historisch verbriefte Recht die Weiden für die Pferde zu nutzen. 1984 schrieb Retus Sgier über die geschichtliche Entwicklung der Alp Diesrut und der Alpgenossenschaft eine Diplomarbeit im Rahmen der Lehrerausbildung. Er war der Neffe des damaligen Präsidenten der Alpgenossenschaft Vinzens Walder. Laut Sgier wurde 1615 in einem Gerichtsurteil erwähnt, dass die Semioner vor etwa 125 Jahren die Alp Diesrut gekauft hätten. Vor Gericht verlangten die Vriner, dass sie einen Teil der Alp nutzen dürfen, aber sie bekamen nicht Recht. Das Urteil zeigt, dass die Semioner nicht nur Diesrut, sondern auch Zamuor besassen und darüber hinaus ein Schneefluchtrecht bis auf die Vriner Allmend. Das Urteil lässt aber vermuten, dass die Veräusserung der nahegelegenen Alp Diesrut wohl eher kurzsichtig war und dass schon bald Bedarf an diesen Weideflächen bestand. Es zeigte aber auch, wie die Alp genutzt wurde. Es spricht von 225 Kuhrechten, wobei ein Kuhrecht zwei Kälbern entspricht. Dies ist eine sehr intensive Nutzung, denn spätere Quellen sprechen 1880 von 60 Kühen, 20 Stück Galtvieh und 25 Schweinen, die im Sommer auf Diesrut leben. Auch der Alpberichterstatter Alfred Strüby gibt 1909 eine Stosszahl von 120 Stück Vieh an.

Aus Feuern geboren

In seiner Arbeit beruft sich Sgier auf verschiedene Quellen, die von einer Tragödie bei einer Familie Nöckel schreiben. In der Nacht des 14. Februar 1593 soll Christen Nöckel "Mutter und Schwester getötet, Haus und Stall angezündet" und die "Brandfackel in den Wald hinein" getragen haben, so dass der ganze Waldbestand gegen die Alpen Diesrut und Ramosa dem Feuer zum Opfer viel. Jedenfalls scheint vor dieser Zeit in dem Gebiet Wald existiert zu haben und danach nicht mehr. Dass einmal Wald existierte, bestätigt 1942 auch Victor Albrecht, Alphirte in Diesrut. Als man die Pflöcke eines Zauns etwa einen Meter tief in die Erde graben wollte, stiess man auf Wurzelrückstände.

Sollte es tatsächlich zu einem solchen Waldbrand gekommen sein, hat dies Bewirtschaftung von Diesrut verändert. Einerseits entfiel die Schutzfunktion des Waldes, andererseits gewannen die Semioner sehr viel Weideland. Umso wichtiger war das Schneefluchtrecht, denn die Tiere hatten ohne Wald weder Schutz noch Unterstand. Brennholz musste in späteren Jahrhunderten sogar von anderen Alpen herantransportiert werden ‚Äì etwa von der abgelegenen gegenüberliegenden Talseite Prau da Tschef. Später kauften die Semioner, das auf der Alp benötigte Holz von den Vrinern. Zwischen 1900 und 1910 spannten sie ein Stahlseil, zwischen den Alpen, was die Arbeit erheblich erleichterte. Der Alphirt aus den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts erinnerte sich gegenüber Sgier auch noch an die Milchverarbeitung in Diesrut im ausgehenden 19. Jahrhundert. Es gab auf der Alp zwei Sennereien. In der oberen Hütte wurde Butter, Käse und Zieger hergestellt. Die Produkte wurden zweimal wöchentlich mit zwei Eseln über die Greina nach Ghirone ins Tessin gebracht und von dort nach Semione weiter transportiert. Im Bereich der unteren Hütte befanden sich rund 30 Milchkühe und ein Unterstand für die Schweine. Hier wurde Käse produziert, von denen täglich zwei Laibe nach Puzzatsch gebracht wurden. Dort gab es einen Käsekeller, weil eine Lagermöglichkeit auf der Alp Diesrut fehlte.

Auf Diesrut existierte also offensichtlich die von den später auftretenden Alpberichterstatter monierte Kultur des Überlagerns nicht, bis die "Butter einen Bart" bekam. Wie im einleitenden Text erwähnt, kamen jedes Jahr am 7. September 10 bis 15 Semionerinnen und brachten den Käse nach Vrin, wo er mit Fuhrwerken über den Lukmanier in das Heimatdorf transportiert wurde. Am 8. September feierten die Damen in Vrin mit der einheimischen Bevölkerung eine gemeinsame Messe, tanzten, assen einen Festschmaus und machten sie sich mit den Schweinen und Kühen auf den Rückweg nach Semione. Die Aufteilung der Milchverarbeitung zwischen oberer und unterer Hütte wurde bis 1909 beibehalten. Dann wurde nur noch im oberen Teil gekäst. Ab 1912 wurde die Alp zunehmend mit Galtvieh bestossen. Bis 1918 sömmerten noch 20 bis 30 Kühe. Ab 1930 wurde die Milchwirtschaft ganz aufgegeben. Sgier schreibt 1984 in seiner Arbeit von Ruinen auf der Alp und meint damit die eingefallene obere Hütte, den Schweinestall und eine Hütte damals "Silla Val" genannt, die wohl als Hütte des Alppersonals diente. Diese Hütte lag zwar für die Beweidung ungünstig, hatte dafür am Weg zwischen Vrin und der Greina für den Transport eine gute Lage.

Tragische Schicksale

Die Alpstatistiken aus dem Jahre 1909 beschreiben Diesrut als 520 Hektaren gross Alp von denen 100 Hektar unproduktiv seien. Die Alp liegt auf einer Höhe zwischen 1808 Meter über Meer und 2450 Meter über Meer. Sie wird von einem Wanderweg durchschnitten, der von der Vrin auf die Greina führt. Anfangs des 20. Jahrhunderts wurde sie 54 Kühen, 13 Galt- und Zeitkühen, 18 Rindern, einem Stier, drei Eseln, und 20 Schweine bestossen.

Die Alp Diesrut wurde damals noch von den Semionern geprägt. Für ihre Nutzung nahmen sie Nachteile in Kauf. Wegen der hohen zu überwindenden Pässe reduzierte sich die Alpzeit manchmal auf kaum noch zwei Monate. Diese schwierigen Umstände waren wohl auch der Grund, weshalb oft nicht so viele Tiere in Diesrut sömmerten, wie dies möglich gewesen wäre. Sgier spricht in seiner Arbeit von Unterbewirtschaftung ‚Äì jedenfalls führte dies seiner Interpretation zufolge zu allzu glatten Hängen und dadurch 1917 zu einer schweren Lawine, welche die untere Hütte mit Steinfundament wegfegte. Für die Semioner war dies wohl ein weiterer Stein im Mosaik, das auf einen Rückzug hinwies. 1900 gerieten die Semionerinnen während des Alpabzugs auf der Greina in einen Wintereinbruch. Ein Mädchen blieb zurück, wollte die Schweine retten, verirrte sich und wurde schliesslich tot aufgefunden. 1918 kam der langjährige Säumer und Senn auf dem Rückweg ums Leben. Gegen den Rat eines Vriner Bauern brach er bei Schneetreiben auf, da sein Esel den Weg kenne. Er blieb verschollen bis man seine Leiche auf der Alp Camadra fand. Semione verpachtete die Alp Diesrut zwischen 1920 und 1922 und schrieb sie 1925 zur Versteigerung aus. 1920 pachtete sie eine Gemeinschaft der Nicht-Bürger von Brigels. Es war ein Zusammenschluss all jener, die zwar Bauern im Gebiet Brigels waren, nicht aber Ortsbürger und deshalb keinen Zugang zu den eigenen Alpen hatten. Die Brigelser verweigerten zwei Jahre lang den Zugang, obwohl genügend Land vorhanden gewesen wäre. Doch auch die Brigelser hatten ihre Probleme, als sie die Alp zuerst mit Kühen bestiessen. Weil die Alp von den Tessinern nur noch mit Galtvieh bestossen wurde, fehlten nun die Einrichtungen für eine Milchwirtschaft. Die Käsekeller waren schon bald voll und es mussten in Vrin Lagermöglichkeiten hinzugemietet werden. Im unteren Teil gab es zudem zuwenig Weiden, sodass das Galtvieh schon früh steigen musste, und damit Wiesen abgraste, die später einen höheren Ertrag gebracht hätten.

1925 ersteigerte ein Pachtkonsortium der Brigelser Nicht-Ortsbürger und Vriner Bauern die Alp von Semione und gründete daraufhin die Alpgenossenschaft. Die Vriner durften die Hälfte der Weide Uauls zur Sömmerung nutzen. Seit die Ställe neu gebaut wurden, besteht auch das alte Schneefluchtrecht nicht mehr. Eine Sennerei gibt es seit 1930 nicht mehr. Nicht die Käseproduktion steht im Zentrum, sondern die Aufzucht.

Zum Inhalt der Genossenschafts-Statuten gehörte die Bestimmung, dass das Alprecht jeweils nur an einen Nachkommen der Unterschreibenden vererbbar war. Von 1926 an wurden die Milchkühe der Genossenschafter nicht mehr in Diesrut gesömmert, sondern anderswo untergebracht. Diesrut wurde zur reinen Galtviehalp. Die 160 Stossrechte, die geschätzt wurden, füllten die Genossenschafter mit Fremdvieh, wenn nicht genügend eigenes Vieh vorhanden war. Die Bewirtschaftung mit Galtvieh war einfacher und weil sich die Aufnahme von fremdem Vieh als lukrativ erwies, pachteten die Genossenschafter zwischen 1926 und 1951 die Greinaebene hinzu. Im Pachtvertrag mit der Tessinergemeinde Aquila wurde festgeschrieben, dass die Hirtenhütte der Greina zwar verbessert werden darf, dass sie aber Eigentum Aquilas bleibt. Das hatte zur Folge, dass sie verfiel. Der ausgehandelte Pachtzins für die Alp Greina betrug bis 1940 900 Franken im Jahr. 1940 wollte in Auqila auf 1300 erhöhen, was die Alpgenossenschaft Diesrut mit folgenden Argumenten ablehnte. Einerseits sei das Pachtgebiet zu lange schneebedeckt und die Weidezeit zu kurz und die Hütten seien in einem mangelhaften Zustand. Die Pachtvorstellungen von Vrin beliefen sich auf 600 Franken, man einigte sich auf 700 Franken - unter der Bedingung, dass die Alpgenossenschaft eine Hirtenhütte und einen Steg über den Somvixer-Rhein erstellte. Während des 2. Weltkrieges war die Armee in der Greinaebene und erstellt dort elf Militärbaracken. 1945 mietete die Alpgenossenschaft für sechs Franken pro Tag einer dieser Baracken, sodass das Hirtenhüttenproblem gelöst war. Bei den Verhandlungen um eine neuerliche Pacht der Greinaebene verlangte Aquola soviel, dass keine Einigung mehr zustande kam. Gespannt blieb auch das Verhältnis zwischen der Alpgenossenschaft und der Bürgergemeinde Brigels, obwohl sie in Diesrut gemeinsame Interessen verband. Dies zeigt die Ablehnung des Brigelser Vorschlages von 1934, die Alpgenossenschaft solle ihre Kühe auf Brigelser Alpen weiden lassen und im Gegenzug 50 Rinder aufnehmen. Die alpgenossenschaftliche Gegenrechnung lautete: die Aufnahme von 35 Rindern ‚Äì mehr wäre ein Verlust. Die Stimmung war so gereizt, dass Brigels an Mitte der 1940er Jahre den gemeinsamen Pachtvertrag mit der Genossenschaft nur jährlich erneuern wollte ‚Äì oder eben nicht. Inzwischen haben sich die Gemüter beruhigt und die Brigelser Kühe sömmern auf den Alpen der Gemeinde Brigels, die brigelser Rinder, die dort keinen Platz finden auf Diesrut. Natürlich gegen die üblichen Taxen.

Die Auseinandersetzungen zeigen jedoch einmal mehr, dass früher der Alpboden einen grösseren Wert hatte. Es war nicht egal, ob einige Rinder mehr oder weniger weideten, wenn dafür im Winter teureres Futter hinzugekauft werden musste. Wie aus den Bedingungen für die Hirtenanstellung hervorgeht, arbeiteten auf der Alp Diesrut jeweils drei Zuhirten. 1931 betrug der Lohn 2’000 Franken für den Sommer, eine Kuh durfte kostenlos mitgenommen werden und die Genossenschafter verpflichteten sich, bei schlechtem Wetter zu helfen. Bei späteren Verträgen ging zwar der Lohn sehr moderat hoch, doch die Verpflichtung zu helfen, verfiel. Ab 1952 steigen die Löhne stark an und es wird immer weniger verlangt. Die Entlohnung der Alphirten passt sich offensichtlich der wirtschaftlichen Lage an.

Victor Albrecht, Alphirte auf der Diesrut erzählte Retus Sgier, wie das Leben als Galthirte 1925 war. Er verbrachte den Sommer in der gleichen Hütte, die in Toni Halters Roman "Il Caval√© della Greina" eine zentrale Rolle spielte. "Ich hauste zusammen mit drei Knaben. Uns standen zwei Pritschen übereinander, eine Kochstelle und eine Sitzgelegenheit zur Verfügung." Über die 1938 als Ersatz für die zerstörte Hütte "Silla Val" erbaute Hütte Zamuor sagte Albrecht: "Die Hütte war erbärmlich. Der Wind pfiff durch die Ritzen, die ich mehrmals mit Dreck und Kuhfladen zugepflastert habe. Auch die Innenausstattung liess zu wünschen übrig. Eine Strohpritsche, eine Feuerstelle sowie eine Sitzgelegenheit. Die Hütte glich eher einer Höhle als einer Behausung." Deshalb sagte Albrecht: "Die Militärbaracke oben auf der Greina war später viel komfortabler. Wertvoll war auch der Steg über den Somvixerrehin. Vorher mussten wir oft den ganzen Tag in nassen Schuhen in der Kälte herumlaufen. Ich habe deshalb selber einen Steg erbaut, doch leider wurde dieser durch ein Hochwasser weggeschwemmt." Weiter fährt er fort: "Das Wetter auf der Geina machte nie halbe Sachen. Ich erinnere mich an den Sommer 1948. Einmal geriet das Vieh schutzlos in ein fürchterliches Hagelwetter. Das Vieh hatte aufgeschürfte Ohren, blutverkrustete Ränder und Mäuler. Das Gras war gefroren und durch das Eis messerscharf. Die Greina war während des Sommers 30mal mit Schnee bedeckt." Irgendwann, zwischen 1950 und 1970 hörte die Alpung von Geissen und Schweinen auf. Es schien nicht mehr lukrativ. Seither halten die Sennen nur noch eine Milchkuh für den Eigenbedarf.

Retus Sgier hat die Protokollbücher der Alp Diesrut studiert. Er kommt zum Schluss, dass es innerhalb der Alpgenossenschaft auch Meinungsverschiedenheiten gab. Meist ging es um Fragen, die schnell existentiell wurden, denn reich waren die Bauern nicht. In den Statuten wurden beispielsweise festgehalten, dass alle Genossenschafter gezwungen waren, ihr Vieh selber auf Diesrut zu sömmern und die Taxen dafür zu bezahlen, wenn nicht genügend Fremdvieh angemeldet wurde. Das war 1937 und 1972 der Fall. Doch 1972 hielten sich zwei Genossenschaftsmitglieder nicht daran, doch die Gemeinschaft einigte sich im Sinne einer Verwarnung gütlich. Als dies noch einmal passierte, wurde den Beiden eine Rechnung präsentiert, welche der Alp Diesrut bei der Sömmerung zugeflossen wäre. Es kam zum Streit und die Herren wurden aus der Genossenschaft ausgeschlossen. Weil der Entscheid angefochten wurde, einigten sich die Alp und die Ausgeschlossen 1978 auf eine Entschädigung von 4’000 Franken plus Gewinnbeteiligung aus dem Ertrag der nächsten 25 Jahre.

Hohe Investitionen

Auch bei der Neuschaffung der Statuten 1977 ist der Passus wieder aufgenommen worden, dass jeder Genossenschafter bei Viehmangel sein Galtvieh auf Diesrut sömmern muss. Zu diesem Zeitpunkt besteht die Genossenschaft noch aus vier aktiven Mitgliedern. Die restlichen Genossenschafter sind zu alt oder keine Bauern mehr. Doch in Wahrheit ruht die Last des Unterhalts der Bauten, der Organisation der Bewirtschaftung, nur noch drei Schultern. Ein Bauer hatte den Hof seinem Sohn übergeben, der es ablehnte das Alprecht von Diesrut zu übernehmen. Diese drei hielten die Infrastruktur im Schuss und organisierten die Renovationen von Stallungen, die beispielsweise 1983 90’000 Franken kosteten. Auch heute kostet der Unterhalt viel Geld. 2011 wurden 260'000 in die Wasserversorgung und Tränkeanlage investiert und dieses Jahr (2014) steht die Renovation und Erweiterung oberen Hütte an. Geschätzte Kosten: 136'000 Franken.

In den Statuten steht zwar, dass ein Genossenschafter sein Alprecht verkaufen darf, dieses aber zuerst der Genossenschaft anbieten muss. 1977 beantragte der Erbe eines Alprechtes, der aber Genossenschafter war, den Verkauf der ganzen Alp Diesrut, da sie nur so gewinnbringend sei. Die Genossenschafter gingen auf die Idee nicht ein. Dennoch zeigt der rege Kauf und Verkauf der Alprechte auf Diesrut, dass auch im Lugnetz die Moderne eingekehrt war: Jugendliche zogen fort, andere dehnten ihren Bauernbetrieb aus und wiederum andere glaubten, ein wenig spekulieren zu können. Bereits in den siebziger Jahren sömmerten nur noch drei Genossenschafter ihr Vieh auf der Alp Diesrut.

Heute hat die Alpgenossenschaft Diesrut noch neun Mitglieder. Zwei aus Morrissen schicken im Sommer Tiere dorthin. Die restlichen Tiere kommen von 11 Bauern aus der Region Illanz. Drei liefern ihre Tiere aus dem Unterland. Ein Bauer schickt seine Tiere von Gächlingen (Schaffhausen) und einer von Andelfingen (Zürich) aus auf die Alp Diesrut. Beide sind schon seit rund 30 Jahren dabei erklärt Alexander Caduff, Präsident der Genossenschaft Alp Diesrut. Er selber hat seinen Hof an seinen Sohn übergeben und dieser alpt auch heute noch. Alexander Caduff hat die Bauern aus Gächlingen und Andelfingen per Inserat in einer Bauernzeitung gefunden, als er freie Weideplätze auf Diesrut hatte. Das gilt auch für den dritten Bauern, der aus Wäggis stammt. Er hat ihn vor 10 Jahren akquiriert. Heute macht man dies im Internet. Pro Kuh wird 100 Franken während der 90-tägigen Alpzeit bezahlt. Hinzu kommen noch 330 Franken Alpbeitrag pro Tier, welche die Genossenschaft als Alpbesitzerin kassiert. "Wenn die Beiträge auf diesen Niveau bleiben, hat unsere Alp auch eine Zukunft", erklärt Alexander Caduff.

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